Bewertung Frankreichs in der Finanzkrise

Bewertung Frankreichs in der FinanzkriseIn den Zeiten der globalen Finanzkrise werden zahlreiche Länder nicht nur durch Konjunkturflauten und Schuldenlasten benachteiligt, sie erhalten von Rating-Instituten darüber hinaus eine negative Bewertung. Diese wiederum hat zur Folge, dass die Innenwirtschaft und Außenwirtschaft noch mehr leidet und Investitionen ausbleiben. Daraus entsteht ein Teufelskreis, aus dem auch vermeintlich stabile Länder der Eurozone nur schwer wieder entkommen können. Im Internet lassen sich Informationen, Kommentare und Einblicke zur Finanzsituation und Bewertung des jeweiligen Landes finden, was genauso interessant und nützlich ist wie beispielsweise ein Blick auf Webseiten zu dem Thema.

Frankreich galt als deutsches Nachbarland und Verbindungsglied zwischen mediterranen und mitteleuropäischen Ländern lange Zeit als verlässlicher Wirtschaftspartner und einer der Hauptakteure in der Europäischen Union. Es hatte jedoch ebenso unter der Finanzkrise zu leiden wie andere Länder der Eurozone und sieht sich inzwischen mit einer Lage konfrontiert, die um einiges schlechter aussieht als die Situation in Deutschland.

Frankreich wurde von einigen Wirtschaftswissenschaftlern und Ratingagenturen abgestuft, weshalb nicht unerhebliche Kreditrisiken bestehen. Als Gläubiger hielt sich das Land länger im Rennen als andere Eurozonen-Länder, doch nun häufen sich die Anzeichen, dass eine weitere Abstufung bevorsteht. Noch darf Frankreich bei manchen Institutionen die Top-Wertung „AAA“ für hohe Bonität in Anspruch nehmen, doch Standard & Poor’s veröffentlichte bereits eine negative Bewertung. Dem folgt nun Moody’s mit scharfer Kritik an der Finanzlage. Die Franzosen seien in einer Schuldenkrise angelangt und es seien grundlegende finanzpolitische Reformen vonseiten der Regierung vonnöten. Der Finanzminister hingegen bestreitet die Krisenlage und verteidigt Frankreich mit der Aussage, man sei dem Zeitplan des Defizitabbaus sogar voraus. Kritiker aus dem Inland und Ausland sehen die Ratingagenturen im Recht und vertreten die Ansicht, dass die für 2012 herausgegebene Wirtschaftsprognose eines Wachstums von 1,72 Prozent zu optimistisch sei. In den nächsten Monaten stehen weitere Untersuchungen und Bewertungen für Frankreich an.

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